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Vom Scheitern und Fehlermachen: Eine Liebeserklärung

Ein kleines Kind tappst unbeholfen seiner Mutter entgegen. Die Arme sind nach vorne ausgestreckt, die Mundwinkel zu einem Lachen geweitet, das Gesicht strahlt vor Glück. Ein erster Schritt ist geschafft, dann ein zweiter. Das Ziel kommt immer näher, die Mutter wartet schon, feuert das Kind an. Ein dritter Schritt. Doch dann passiert es! Eine schnelle Kopfbewegung zu viel, ein Moment der Unachtsamkeit, schon plumpst das Kind auf den Bauch. Einen Augenblick lang bleibt es dort liegen, versucht, zu verstehen, was gerade passiert ist. Dann rappelt es sich wieder auf, und es kann weitergehen!

 

Zwanzig Jahre später.

 

Das Kind ist mittlerweile erwachsen geworden. Ängstlich steht es vor der Tür mit der Aufschrift »Prüfung«. Heute ist der große Tag, heute ist der große Test! Mit schweißnassen Händen presst es die Klinke herunter, Panik steigt in ihm auf. Da sitzen sie, die Prüfer! Drei in einer Reihe. Sie sehen zu ihm herüber. O Gott, jetzt nur nicht versagen, jetzt bloß nichts falsch machen! Die Beine zittern, der Kopf wirkt wie leer gefegt, der Raum zieht sich zusammen.

 

»Guten Morgen«, sagt der erste Prüfer und deutet auf einen freien Stuhl. Das Kind setzt sich, atmet tief durch, zwingt sich zur Ruhe, die sich einfach nicht einstellen will. Dann kommt auch schon eine Frage.

 

Mist! Ausgerechnet DIESES Thema! Das Kind wühlt in seinem angstgelähmten Hirn nach einer Antwort. War es vielleicht ... ach, nein, es muss natürlich ... oder war es eher ...?

 

»Haben Sie meine Frage verstanden?«, will der Prüfer wissen. Sein Blick scheint sich in sein Gegenüber zu bohren. Zumindest kommt es dem Kind so vor. Alle Augenpaare starren es an, wahrscheinlich sind sie jetzt schon enttäuscht, und recht haben Sie! Denn: Wie kann man nur so elendig versagen? Bei der ERSTEN Frage!

 

Am Ende heißt es: Test bestanden, wenn auch mit ein paar Fehlern. Eine gute, stabile Note irgendwo im Mittelfeld. An sich okay. Doch das Kind kann sich nicht darüber freuen. Es flüchtet förmlich aus dem Prüfungsraum, schimpft auf sich und seine vermeintliche Dummheit, sieht sich seine Kommilitonen an, die natürlich besser abgeschnitten haben, und entscheidet, dass es diesen Studiengang nicht weitermachen will.

 

»Bringt doch eh nichts.«

 

Diese zwei Episoden haben eine Gemeinsamkeit: Sie drehen sich beide um das Thema »Scheitern und Fehlermachen«. Das Kind in der ersten Episode sieht sich mit einer neuen und unbekannten Situation konfrontiert, es lernt gerade Laufen. Das Kind in der zweiten Episode hat eine ähnliche Herausforderung vor sich. Und obwohl es sich um ein und dieselbe Person handelt, reagiert sie vollkommen unterschiedlich. Im ersten Fall hat sie Spaß und ist mit Hingabe bei der Sache, im zweiten kann sie kaum einen klaren Gedanken fassen und schmeißt am Ende alles hin, noch bevor sie das Ziel erreicht hat.

 

Hand aufs Herz: Wer von Euch erkennt sich - und sei es auch nur in Teilen - in dem erwachsenen Kind wieder? Wem kommen diese Situationen bekannt vor? Wer von Euch hat schon mal etwas Ähnliches erlebt?

 

Es kann ein Bewerbungsgespräch in einer neuen Firma sein oder die Jahresbewertung durch den Chef, es kann ein erstes Date mit einer frischen Flamme sein oder das Sprechen vor einer Gruppe von Menschen, häufig reagieren wir auf solche Herausforderungen mit Angst. Wir befürchten, dass wir versagen könnten. Wir befürchten, dass es nicht vollkommen rund laufen, nicht perfekt sein, eine sterbenspeinliche Situation entstehen könnte. Vor unserem geistigen Auge laufen Spukgeschichten und Horrorszenarien ab: von buhenden Massen und verdrehten Augen, von Enttäuschung, Verletzung, Demütigung und Blamage. Wir haben Angst, zu versagen. Wir haben Angst, Fehler zu begehen.

 

Dabei gehören Fehler, so paradox es klingen mag, zum Leben dazu wie atmen, schlafen und essen. Denn Fehler sind letztlich nichts anderes als Ergebniswerte. Es ist das klassische Trial-and-error-Prinzip: Man probiert eine Sache aus, bewertet das Resultat, zieht Schlüsse daraus und optimiert sein Vorgehen. Niemand würde von einem Fahrschüler erwarten, dass er nach der ersten Stunde im Auto bereits ein perfektes Einparken hinbekommt oder eine 800-Kilometer-Fahrt in den Italienurlaub. Ebenso wenig würde man von einem Kleinkind erwarten, dass es nach den ersten zaghaften Schritten bereits einen Marathon läuft. Dennoch sind wir als Erwachsene oft auf diesen Perfektionismus fokussiert, von dem wir meinen, dass wir ihn leisten müssten, und zwar immer und überall und unbedingt. Und zeitgleich befürchten wir grässliche Konsequenzen, wenn wir es nicht hinkriegen.

 

Dabei gibt es ein schönes Sprichwort: Jeder fängt mal klein an. In diesen fünf Worten steckt eine Weisheit, die wir nur allzu gerne vergessen, denn in allen Dingen, die für uns neu sind, müssen wir erst einmal Erfahrungen sammeln. Genau wie das Kleinkind vom Beginn der Geschichte. Wir machen erste Schritte, probieren Sachen aus, testen unseren Stand, prüfen das Ergebnis. Schon an dieser Aufgabe scheitern Menschen. Etwas auszuprobieren bedeutet, dass man Fehler machen kann - und wird! Wenn es soweit ist, wenn sich also der erste Fehlversuch einstellt, das erste Missgeschick, die erste Panne, dann setzt sich das kleine Teufelchen zu uns auf die Schulter und flüstert uns ins Ohr: »Siehst du? Ich habe es dir doch gleich gesagt. Lass es lieber sein, du blamierst dich nur! Du kannst es einfach nicht!« An dieser Stelle scheitern noch mehr Menschen. Vielleicht nicht beim ersten Mal, vielleicht auch nicht beim zweiten oder dritten, aber spätestens danach.

 

Bei kaum einer Tätigkeit kann man diesen Umstand so gut beobachten wie in der Schriftstellerei. Aus meiner Sicht gibt es dort drei Menschentypen, die einem immer wieder über den Weg laufen:

 

1. Die Vermeider

 

Bei der Entscheidung, sich mit einem selbst geschriebenen Buch nach außen zu wagen, an die Öffentlichkeit zu treten, vor ein Publikum, bleiben bereits viele angehende Autorinnen und Autoren auf der Strecke. Da wird über Jahre hinweg (in einzelnen Extremfällen sogar über Jahrzehnte) an dem einen, epischen Erstlingswerk gearbeitet, es wird immer und immer wieder überarbeitet, doch am Ende traut man sich nicht, es an einen Verlag zu schicken oder im Selfpublishing zu veröffentlichen. Von Lesungen vor Publikum ganz zu schweigen. Zu groß ist die Angst vor Ablehnung, zu schwer wiegt die Furcht vor Enttäuschungen. Also vermeiden es diese Menschen, den Schritt zu tun. Sie bleiben im stillen Kämmerlein zurück, einsam und allein mit ihrem Buch, welches nie das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird.

 

2. Die Selbsttäuscher

 

Diese Gruppe ist zwar fest davon überzeugt, schriftstellerisches Potenzial und Talent zu haben (was durchaus stimmen kann), und sie hegen nicht selten den Wunsch, endlich vor ein Publikum treten zu können, doch irgendwie ... ganz dumme Sache, ehrlich ... kommt immer der doofe Alltag dazwischen ... es gibt halt so viel zu tun ... und außerdem, heute ist erst mal Netflix dran, man muss sich ja auch entspannen können ... und morgen ... nee, morgen soll's Freibadwetter geben ... außerdem braucht man zum Schreiben auch Inspiration, die schüttelt man nicht einfach aus dem Hut, die muss sich ergeben **.

 

(** Das ist übrigens falsch! Bestsellerautor Andreas Eschbach hat in einem seiner Artikel sehr schön dargelegt, weshalb man keine Inspiration braucht, um zu schreiben, sondern dass die Inspiration beim Schreiben kommt.)

 

Als Ergebnis dieser Ausreden geht es mit dem Buchprojekt einfach nicht voran. Es dümpelt wie ein Rohbau vor sich hin, der Witterung und dem Verfall ausgesetzt, ohne jemals fertig zu werden. Im Grunde sind diese Menschen den Vermeidern sehr ähnlich. Auch sie bleiben im Verborgenen und im Dunkeln zurück, auch sie trauen sich nicht, an die Öffentlichkeit zu treten, doch ihre Strategie ist eine andere: Sie finden stets gute Gründe, um nicht an ihrem Buch weiterzuarbeiten. Auf diese Weise können sie sowohl ihren Mitmenschen als auch sich selbst einreden, dass der ausbleibende Erfolg nicht etwa an ihrer Angst vor dem Versagen liegt (oder an fehlendem Talent), sondern an den widrigen Umständen, die das Vorankommen einfach nicht zulassen. Schicksal also! Die Sterne stehen schlecht, das Leben meint es nicht gut. Kann man nichts machen.

 

3. Die Kurzstreckenläufer

 

An dritter Stelle sind all jene, die zwar den Schritt in die Öffentlichkeit wagen, die ein Buch fertigstellen und es publizieren, doch wenn sich der erhoffte Erfolg nicht binnen kurzer Zeit einstellt, geben sie enttäuscht auf. »Vielleicht kann ich es ja nicht«, denken sie sich. »Vielleicht habe ich kein Talent dazu.« Dabei muss ausbleibender Erfolg beileibe kein Indiz für schlechte Qualität oder fehlende Begabung sein, es kann auch an fehlender Werbung liegen, also an der Sichtbarkeit für Kunden. Ein Buch, von dem niemand weiß, wird naheliegenderweise auch nicht gekauft. Auf einem derart umkämpften Markt wie der Buchbranche gibt es deutlich mehr Chancen, dass ein Buch ein Misserfolg wird als ein Erfolg. Und selbst WENN es an der Qualität eines Werkes liegen sollte, als Kernursache für ausbleibende Verkäufe, heißt das noch lange nicht, dass es dabei bleiben muss. Die Menschen dieser Gruppe interpretieren den ausbleibenden Erfolg jedoch als persönliches Versagen, als scharlachroter Buchstabe, der sie für immer und ewig brandmarkt. Das Schweigen der Kundschaft ist in ihren Ohren Hohn und Spott. Also geben sie frustriert auf und begraben ihre Träume.

 

In allen drei Fällen - also bei allen drei Menschentypen - geht es um die Angst vor dem Scheitern. Und um ein falsches Verständnis davon, was Fehler und Misserfolge für eine Bedeutung haben. Wer etwas Neues beginnt, wird zwangsläufig Fehler machen, das ist eine Tatsache. Wer einen unbekannten Pfad beschreitet, zu neuen Ufern aufbricht, wird mit Misserfolgen konfrontiert sein. Da gibt es kein Wenn und Aber. Auch das Kind, welches Laufen lernt, macht diese Erfahrung. Und doch gibt es einen signifikanten Unterschied, denn das Kind macht sich keine Gedanken darüber, ob es »versagen« könnte. Es hat einfach ein Ziel vor Augen (in diesem Fall: »Ich will zu Mama laufen, und zwar ganz alleine!«). Außerdem interpretiert es Fehler, Pannen und Missgeschicke, denen es ausgesetzt ist, nicht als persönliches Versagen und Beweis der eigenen »Unfähigkeit«, es rappelt sich stattdessen auf und macht einfach weiter. Ein Kleinkind hinterfragt sich (noch) nicht. Das geschieht erst später, wenn es älter wird. Dann nämlich beginnt es zu begreifen, dass es nicht alleine auf dieser Welt ist, dass es noch andere von »seiner Art« gibt. Sei es das Brüderchen oder Schwesterchen, welches mindestens ebenso sehr um die Aufmerksamkeit der Eltern buhlt, seien es die Kinder im Kindergarten, die sich miteinander messen, oder seien es Institutionen wie Schule und Studium, in denen Leistungen und Ergebnisse die Voraussetzung für Anerkennung und Bestätigung sind. Der Mensch kommt zu der unweigerlichen Erkenntnis, dass er nicht mehr nur für seine bloße Existenz geliebt wird. Er muss sich beweisen.

 

Dies führt zu einem weiteren Verhaltensmuster, welches seit Urzeiten in unseren Stammhirnen gespeichert ist: Wir konkurrieren miteinander! Wir wollen besser sein als die anderen. Das können wir entweder durch besonders herausragende Leistungen tun (tatsächliche oder erfundene), oder indem wir unsere Mitmenschen schlechtmachen. Im Alltag begegnet uns dieses Verhalten immer wieder. Jeder kennt sie beispielsweise, die Kollegen auf der Arbeit, die immerzu hervorheben, wie schwer sie jeden Tag arbeiten und wie erfolgreich sie dabei sind. Oder Kinder, die ihre vermeintlichen oder tatsächlichen Leistungen präsentieren, als seien sie das größte jemals erreichte Ziel, während in ihren Augen das Geschwisterkind allenfalls mittelmäßig abgeschnitten hat. Uns wird im Lauf unseres Lebens zunehmend bewusst, dass Bestätigung und Aufmerksamkeit begrenzte Ressourcen sind, die wir uns hart erkämpfen müssen. Im besten Fall ist das gesunde, anspornende Rivalität, im schlimmsten wird es zu Eifersucht, Mobbing, Ausgrenzung und Gewalt.

 

So oder so, dieser Konkurrenzkampf prägt unser Denken und Fühlen, er hinterlässt Spuren in unserer Persönlichkeit. Herausforderungen werden nicht mehr nur als solche wahrgenommen, sie werden zunehmend auf Kosten und Nutzen, Chancen und Risiken hin geprüft. »Was wäre, wenn ...?«, wird eine relevante Frage und bestimmt unser Handeln. »Was wäre, wenn ich dieses oder jenes tue? Welchen Erfolg könnte ich damit haben? Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn ich versage und scheitere?«

 

Diese Bewertungen sind hochgradig subjektiv. Sie basieren auf einem gefühlten Risiko, auf vermuteten Chancen und Gefahren. Dementsprechend unterschiedlich fallen die Ergebnisse aus. Fragt man zwei Menschen unabhängig voneinander, wie sie eine bestimmte Situation einordnen, wird man bunt gemischte Antworten erhalten - je nachdem, welche Einstellung diese Menschen zu Herausforderungen haben. Die einen werden vielleicht panisch zurückschrecken, während die anderen entspannt mit den Schultern zucken.

 

Was aber ist nun die »richtige« Einstellung? Wie sollte man an Herausforderungen herangehen - auch und vor allem in der Schriftstellerei?

 

Zu diesem Thema habe ich mir sehr viele und über sehr viele Jahre hinweg Gedanken gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass erfolgreiche Menschen drei Kerneigenschaften besitzen:

  • Sie haben den Mut, eine Sache einfach mal in Angriff zu nehmen.
  • Sie sind bereit, zu lernen; sowohl aus ihren eigenen Fehlern, als auch durch die Beobachtung anderer.
  • Sie haben Durchhaltevermögen, einen »langen Atem«.

Wenn man das auf die Schriftstellerei überträgt, bedeutet das:

 

Erstens: Man muss den Mut haben, das Schreiben seines Buches und die Veröffentlichung einfach mal in Angriff zu nehmen - und es konsequent durchzuziehen. Keine Ausreden mehr, keine Ausflüchte, keine Verzögerungen, stattdessen: Augen zu und durch! Kopf ausschalten und rein ins kalte Wasser! Nicht so viel grübeln, stattdessen anpacken und loslegen! Ein Mathematiker hat es mal sehr schön formuliert: »Wenn Sie nichts tun, liegt die Chance, etwas im Leben zu erreichen, bei null Prozent. Wenn Sie aber etwas tun, liegt die Chance bei fünfzig Prozent. Das ist weitaus besser als Lottospielen.« Man könnte es auch umdrehen und sagen: Wer nichts tut, wird nie etwas erreichen. Wo Stillstand herrscht, kann sich nichts bewegen.

 

Zweitens: Aus seinen Fehlern sollte man stets lernen, denn sie sind wertvoll und lehrreich. Sie zeigen einem, wo man Verbesserungspotenzial hat, wo es noch »hakt«, wo »verstecktes Gold« liegt. Fehler sind gut und wichtig. Jeder hat klein angefangen und niemand beherrscht alles aus dem Stegreif heraus und auf Anhieb. Außerdem sollte man mit offenen Augen (und Ohren) durch die Welt laufen und von seinen Mitmenschen lernen. Wie schreibt der Lieblingsautor X seine Bücher, welche Stilmittel benutzt er? Wie präsentiert sich Autorin Y in ihren Lesungen? Welche Marketingideen gibt es und wie kann man Kunden erreichen und zum Kauf animieren? Das Internet platzt förmlich vor Videos, Podcasts und E-Books, es gibt Dutzende guter Bücher zu diesem Thema, und Schriftstellertreffen existieren in jeder größeren Stadt. Alles, was einen voranbringt und inspiriert, ist gut.

 

Drittens: Gerade bei einem so hart umkämpften Markt wie der Literaturbranche kann es sehr lange dauern, bis sich erste Erfolge einstellen, und diese können klein und zaghaft ausfallen. Hier lautet die Devise: nicht aufgeben! Einfach weitermachen. Der dritte Schritt zeigt, wie sehr man wirklich bereit ist, an seinem Ziel festzuhalten, wie sehr man wirklich bereit ist zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Natürlich geht es nicht darum, völlig kopflos durchs Leben zu laufen und stur auf ein Ziel hinzustreben, koste es, was es wolle. Erfolg ist ein Projekt, kein Marathon. Er erfordert permanente Anpassung, Prüfung, Strategiewechsel. Und Rückschläge sind dabei vorprogrammiert. Dessen muss man sich bewusst sein.

 

Der chinesische Feldherr und Philosoph Sunzi (544 - 496 v. Chr.), dessen Werk »Die Kunst des Krieges« wirklich sehr empfehlenswert ist, hat es folgendermaßen ausgedrückt:

 

»Stell dich dem Kampf! [...] Handle umsichtig! Halte dich an die Tatsachen! Sei auf das Schlimmste vorbereitet! Handle rasch und unkompliziert! [...] Sei innovativ! Sei kooperativ! [...]«

 

Oder auch:

 

»Chancen multiplizieren sich, wenn man sie ergreift.«

 

Dass das keine leeren Phrasen sind, habe ich am eigenen Leib erfahren dürfen. Ich bin mittlerweile im fünften Jahr meines Selfpublisher-Daseins. In dieser Zeit habe ich manches gut gemacht, manches aber auch total in den Sand gesetzt. Manches hat super funktioniert, manches gar nicht. In manchen Situationen bin ich souverän und cool geblieben, in anderen wiederum unsicher und fahrig. All diese Erfahrungen haben mich neue Dinge gelehrt, sie haben mich in meinem Schriftstellerleben vorangebracht. Oft genug habe ich dabei Rückschläge erlitten. Oft genug bin ich erschöpft und enttäuscht auf meinem Bürostuhl vor dem PC gesessen und habe mich gefragt, ob das alles überhaupt einen Sinn hat. Das ist okay, das ist erlaubt, auch das gehört dazu! Aber am Ende zählt nur, dass man sich selbst am Schlafittchen packt und wieder aus diesem »Sumpf« herauszieht, dass man neue Energie schöpft, tief durchatmet und dann den Kampf wiederaufnimmt.

 

In diesem Sinne: Lasst den Kopf nicht hängen. Hebt ihn lieber an, fokussiert Euer Ziel, und ... los!

 

Meine Reise ist jedenfalls noch lange nicht zu Ende :-).


Was denkt Ihr darüber? Sagt mir gerne Eure Meinung dazu. Seht Ihr es genauso wie ich oder anders? Ich freue mich auf Euer Feedback.


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